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Rostock als Schwarmstadt mit Leuchtturmfunktion für Mecklenburg-Vorpommern

Gemäß Untersuchung des Empirica Instituts gehört Rostock als eine von vier ostdeutschen Städten zu den Schwarmstädten in Deutschland.

Was bedeutet Schwarmstadt und warum gehört Rostock dazu?

Kennzeichnendes Merkmal einer Schwarmstadt ist die besondere Attraktivität für junge Menschen. Durch den deutschlandweiten Rückgang der Geburtenrate der letzten Jahrzehnte sind junge Menschen zu einer Minderheit geworden, die sich in Ballungsräumen konzentriert. Hierbei wird die Attraktivität des Wohnstandortes anhand folgender Parameter immer wichtiger: Dichte junger Menschen, Vitalität, Urbanität. Das Schwarmverhalten ist selbstverstärkend und unterstützt den Zuzug weiterer junger Menschen.

Rostock profitiert im wesentlichen von der Universität, einer guten Infrastruktur und der Lage an der Ostsee. Junge Menschen kommen nach Rostock zum Studieren und finden gute Bedingungen vor. Dank der  Neuansiedlung und dem dynamischen Wachstum namhafter und innovativer Unternehmen (Liebherr, AIDA etc.) bietet die Stadt interessante und gut bezahlte Arbeitsplätze. Die Attraktivität der Stadt wächst weiter.

Rostock hat als einziger Wachstumskern in Nord-Ostdeutschland eine wichtige Funktion für Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt schafft Perspektive und Zukunft für die junge Generation.

Wohnungssituation in Rostock

Der Mietmarkt in Rostock ist als äußerst angespannt zu bezeichnen. Da exakte Informationen auf gesicherter Basis hierzu fehlen, kann der Geschäftsbericht der WIRO als größter Vermieter in Rostock (ca. 35.500 Wohnungen im Bestand – zum Vergleich: es gibt insgesamt ca. 118.381 Wohnungen in Rostock, der Marktanteil beträgt also 30%) als repräsentative Grundlage für die Gesamtsituation in der Hansestadt herbeigezogen werden.

Der ausgewiesene Leerstand zum 31.12.2015 liegt bei 1,21%. Bereinigt um strategische Leerstände (Warnemünde / Markgrafenheide insg. 91 WE) beträgt der effektive Leerstand nur 0,9%.

Die Wohnungswirtschaft betrachtet in funktionierenden Märkten einen fluktuationsbedingten Leerstand von 3% als normal.

Bei differenzierter Betrachtung fällt auf, dass der Leerstand in den weniger attraktiven Stadtteilen Toitenwinkel (2,89%), Dierkow (1,17%) und Groß Klein (1,86%) etwas über dem Durchschnitt liegt.

In den innerstädtischen Quartieren Stadtmitte, KTV, Hansaviertel, Südstadt und Reutershagen liegt der  Leerstand deutlich unter dem Durchschnitt.  Insgesamt waren zum Jahreswechsel in diesen Vierteln nur 78 Wohnungen  beim Marktführer nicht vermietet.

Kurzfristiger Handlungsbedarf beim Wohnungsneubau

Auf Basis der jüngsten Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung (Statistikstelle der Hansestadt Rostock) wird Rostock bis 2020 um 8.289 auf 214.322 Einwohner wachsen. Die durchschnittliche Haushaltsgröße in Rostock beträgt 1,74 Einwohnern/Wohnung. Das bedeutet, es besteht ein rechnerischer Mehrbedarf von 4.763 Wohnungen in den nächsten 5 Jahren (952 Wohnungen/Jahr).

Die Anzahl der genehmigten Wohnungen beträgt 774 in 2015. 814 Wohnungen wurden fertiggestellt. Bei Fortschreibung dieser Betrachtung ergibt sich ein negatives Delta von ca. 150 Einheiten pro Jahr, kumuliert bis 2020 ergibt das eine Unterdeckung von 750 Wohnungen.

Um das Ziel eines ausgeglichenen, attraktiven Wohnungsmarktes zu erreichen, werden bis 2020 insgesamt 126.900 Wohnungen in Rostock benötigt. Dies entspricht einem Mehrbedarf von 8.487 Wohnungen (1.697 Wohnungen/Jahr).

Der Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hat dem Bausenator Holger Matthäus (Grüne) mit der Aufgabe betraut, die Voraussetzungen für den Neubau von 1.500 Wohnungen im Jahr zu schaffen. Dies bedeutet viel Arbeit für die Stadtverwaltung. Ralph Müller, Chef des  Stadtplanungsamtes, will unter Beteiligung der Öffentlichkeit den Flächennutzungsplan der Stadt von 2006 über fünf Jahre überarbeiten lassen – hin zu mehr Baurecht. Hieraus können sich interessante Chancen für Grundstückseigentümer und Immobilienbesitzer ergeben.