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Die mit großen Erwartungen seitens der Bundesregierung eingeführte Mietpreisbremse funktioniert nicht. Knapp ein Jahr nach der Einführung des „Gesetzes zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten“ liegen erste Zahlen des Forschungsinstitutes RegioKontext im Auftrag des Berliner Mietervereins vor. Verglichen wurden die Angebotsmieten in Onlineportalen mit dem jeweiligen Mietspiegel des Bezirks. Demnach seien die Mieten in Berlin 32% höher als zulässig. Die Lage in Hamburg und München ist ähnlich. Die Nachfrage nach Wohnraum ist in den Ballungszentren so hoch, dass neu eingezogene Mieter sich in den seltensten Fällen auf die Mietpreisbremse berufen. Dies ist nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes auch der Hauptgrund für das Nichtgreifen des Gesetzes:  so müssen Vermieter bei Verstoß gegen die Mietpreisbremse keinerlei Sanktionen fürchten. Insgesamt scheuen Mieter im angespannten Wohnungsmarkt die Konfrontation mit dem Vermieter.

Nun soll alles noch komplizierter werden. Nach Auseinandersetzungen zwischen SPD und CDU zur weiteren Regulierung kommt Bewegung in die Politik. Aktuell wird über eine generelle Auskunftspflicht des Vermieters über die Vormiete diskutiert.  Bei diesem Punkt kommt die CDU ihrem Koalitionspartner SPD entgegen. Diese hatte in einem Positionspapier 6 Punkte zur Verschärfung des Mietrechts vorgelegt.  Aus Sicht der Immobilieneigentümer von vermieteten Wohnraum kommen die Vorschläge einer schrittweisen Enteignung gleich.

Eigentümer von Mehrfamilienhäusern und Wohnungen in Rostock dürfen noch hoffen. Der Antrag der  Rostocker Bürgerschaft auf Einführung der Mietpreisbremse wurde im April 2016 von Wirtschaftsminister Glawe (CDU) abgewiesen.  Zur Begründung wurden fehlende Entscheidungsgrundlagen in Form von Statistiken und Gutachten angeführt. Ob ein zweiter Antrag in Zukunft ebenfalls abgelehnt wird, bleibt abzuwarten.

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